Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Kunsthandel Peter Mühlbauer
Schloss Schönburg | 94060 Pocking
Telefon +49 (0)8531 - 18 15 | Fax +49 (0)8531 - 133 00
petermuehlbauer@t-online.de | www.kunsthandel-muehlbauer.com

Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Bureau en Pente

dem Roentgenschüler Cornelius Pentz zuzuschreiben
Bonn, um 1780

102,5 x 98 x 50,5 cm

Qualitätvolle Marketerie in Form von Blumengebinden und -girlanden aus Riegelahorn, Palisander, Rosenholz, Ahorn- und Buchsbaum mit Gravierungen, Sengungen und Binnenzeichnung in der Art der zweiten Roentgen-Einlegetechnik. Auf der Schreibplatte mittig Darstellung eines Amors, welcher mit einem Pfeil „Vive Caroline" in einen mit Lorbeergirlanden geschmückten Baum einritzt.
Hierbei handelt es sich wohl um Caroline (Friederike Wilhelmine) Prinzessin von Baden (1776 Karlsruhe - 1841 München), welche 1797 den Kurfürsten Max Josef von Bayern heiratete. Die durchbrochene Galerie des Deckblatts, die Beschläge sowie die Sabots der Füße aus vergoldeter Bronze.
Durch Herausziehen der seitlichen Pultstützen wird die Schreibplatte beim Öffnen abgestützt und ermöglicht die Benutzung der mit grünem Saffianleder bezogenen Schreibfläche. Die Inneneinteilung aus feinstem, massiven Mahagoniholz in Kombination mit Kirschbaumholz entsprach dem zu dieser Zeit gefragten „englischen Geschmacke" und wurde auch in der Werkstatt des David Roentgen in Neuwied in gleichartiger, perfekter Konstruktion gefertigt (Verarbeitung der Schübe aus massivem Kirschbaumholz mit Laufschienen).
Die Auftragsbücher der Roentgen-Manufaktur verzeichnen mehrfach Lieferungen an den Hof nach Baden – vielleicht war das kleine Schreibbüro mit der Hommage „Vive Caroline" ein persönliches Geschenk an die Prinzessin von Baden, gefertigt von dem Roentgen-Schüler Cornelius Pentz, dessen Handschrift es trägt.

Provenienz:
Kunsthandlung Stodel, Amsterdam (ca. 1985); Sammlung Hans und Edith Mischell, Köln

Vgl. Literatur:
D. Fabian „Abraham und David Roentgen", S. 164
Kreisel Himmelheber, „Die Kunst des deutschen Möbels", Bd. 3, Abb. 106.

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Bureau en Pente

Bureau en Pente Bureau en Pente Bureau en Pente Bureau en Pente Bureau en Pente

Bureau en Pente

dem Roentgenschüler Cornelius Pentz zuzuschreiben
Bonn, um 1780

102,5 x 98 x 50,5 cm

Qualitätvolle Marketerie in Form von Blumengebinden und -girlanden aus Riegelahorn, Palisander, Rosenholz, Ahorn- und Buchsbaum mit Gravierungen, Sengungen und Binnenzeichnung in der Art der zweiten Roentgen-Einlegetechnik. Auf der Schreibplatte mittig Darstellung eines Amors, welcher mit einem Pfeil „Vive Caroline" in einen mit Lorbeergirlanden geschmückten Baum einritzt.
Hierbei handelt es sich wohl um Caroline (Friederike Wilhelmine) Prinzessin von Baden (1776 Karlsruhe - 1841 München), welche 1797 den Kurfürsten Max Josef von Bayern heiratete. Die durchbrochene Galerie des Deckblatts, die Beschläge sowie die Sabots der Füße aus vergoldeter Bronze.
Durch Herausziehen der seitlichen Pultstützen wird die Schreibplatte beim Öffnen abgestützt und ermöglicht die Benutzung der mit grünem Saffianleder bezogenen Schreibfläche. Die Inneneinteilung aus feinstem, massiven Mahagoniholz in Kombination mit Kirschbaumholz entsprach dem zu dieser Zeit gefragten „englischen Geschmacke" und wurde auch in der Werkstatt des David Roentgen in Neuwied in gleichartiger, perfekter Konstruktion gefertigt (Verarbeitung der Schübe aus massivem Kirschbaumholz mit Laufschienen).
Die Auftragsbücher der Roentgen-Manufaktur verzeichnen mehrfach Lieferungen an den Hof nach Baden – vielleicht war das kleine Schreibbüro mit der Hommage „Vive Caroline" ein persönliches Geschenk an die Prinzessin von Baden, gefertigt von dem Roentgen-Schüler Cornelius Pentz, dessen Handschrift es trägt.

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Provenienz:
Kunsthandlung Stodel, Amsterdam (ca. 1985); Sammlung Hans und Edith Mischell, Köln

Vgl. Literatur:
D. Fabian „Abraham und David Roentgen", S. 164
Kreisel Himmelheber, „Die Kunst des deutschen Möbels", Bd. 3, Abb. 106.