Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Kunsthandel Peter Mühlbauer
Schloss Schönburg | 94060 Pocking
Telefon +49 (0)8531 - 18 15 | Fax +49 (0)8531 - 133 00
petermuehlbauer@t-online.de | www.kunsthandel-muehlbauer.com

Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Jan Massys

Antwerpen 1509 – 1575 ebenda

MARIA MIT DEM KIND
IN WOLKENREICHER LANDSCHAFT

Öl auf Kupfer

106 x 84 cm

Provenienz:
Wiener Privatbesitz.

Die Bildform ist abgeleitet aus dem Motiv der Ruhe auf der Flucht (nach Ägypten). Die unbehauste Familie im Freien – mit Joseph – konnte leicht zu einem Madonnenbild mit Landschaft umfunktioniert werden. Die profanisierte Mutter/Kind-Beziehung vor abwechslungsreichen Landschaftshintergründen kam den flämischen Malern des späteren 16. Jahrhunderts – und den Publikumswünschen – sehr entgegen.

Hier kommt die Ausführung auf einer großen Kupferplatte hinzu, die wegen des teureren Materials mehr für die tonangebende Gesellschaft Verwendung fand, als für fromme Bürger. Holztafeln, wie allgemein üblich, waren billiger.

Die schöne Ausführung des Gemäldes – in kühler Farbigkeit – hat ganz und gar den Charakter der Massys'schen Kunst und seines spezifischen Frauentyps. Ob als Madonna, als Susanna oder als Magdalena – sein Schönheitsideal bei Frauen hat Massys fast immer beibehalten – gern mit der kontrastverstärkenden Wirkung von grimassierenden alten Männern, sofern es das Motiv erlaubte.

Seine schöneren Gemälde hat Massys, wohl wegen des Bedarfs, gern zweimal gemalt. So ist es auch hier.

Es gibt eine etwas kleinere Version des Gemäldes, auf Holztafel 96 x 78 cm, die sich 1989 im Amsterdamer Kunsthandel (P. de Boer) befand, aufgeführt im Werkverzeichnis von Leontine Buijnsters-Smets 1995, unter Nr.21.

Da sich die von uns erworbene, größere Version auf Kupfer über die letzten 100 Jahre in Privatbesitz befand, konnte sie bei der Veröffentlichung der Monographie zu Jan Massys noch nicht aufgenommen werden.

Mit Gutachten vom Mai 2003 bestätigt Leontine Buijnsters-Smets das Gemälde als eigenhändige Arbeit von Massys und nimmt es in das Werkverzeichnis auf.

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Jan Massys

Jan Massys

Antwerpen 1509 – 1575 ebenda

MARIA MIT DEM KIND
IN WOLKENREICHER LANDSCHAFT

Öl auf Kupfer

106 x 84 cm

Provenienz:
Wiener Privatbesitz.

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Die Bildform ist abgeleitet aus dem Motiv der Ruhe auf der Flucht (nach Ägypten). Die unbehauste Familie im Freien – mit Joseph – konnte leicht zu einem Madonnenbild mit Landschaft umfunktioniert werden. Die profanisierte Mutter/Kind-Beziehung vor abwechslungsreichen Landschaftshintergründen kam den flämischen Malern des späteren 16. Jahrhunderts – und den Publikumswünschen – sehr entgegen.

Hier kommt die Ausführung auf einer großen Kupferplatte hinzu, die wegen des teureren Materials mehr für die tonangebende Gesellschaft Verwendung fand, als für fromme Bürger. Holztafeln, wie allgemein üblich, waren billiger.

Die schöne Ausführung des Gemäldes – in kühler Farbigkeit – hat ganz und gar den Charakter der Massys'schen Kunst und seines spezifischen Frauentyps. Ob als Madonna, als Susanna oder als Magdalena – sein Schönheitsideal bei Frauen hat Massys fast immer beibehalten – gern mit der kontrastverstärkenden Wirkung von grimassierenden alten Männern, sofern es das Motiv erlaubte.

Seine schöneren Gemälde hat Massys, wohl wegen des Bedarfs, gern zweimal gemalt. So ist es auch hier.

Es gibt eine etwas kleinere Version des Gemäldes, auf Holztafel 96 x 78 cm, die sich 1989 im Amsterdamer Kunsthandel (P. de Boer) befand, aufgeführt im Werkverzeichnis von Leontine Buijnsters-Smets 1995, unter Nr.21.

Da sich die von uns erworbene, größere Version auf Kupfer über die letzten 100 Jahre in Privatbesitz befand, konnte sie bei der Veröffentlichung der Monographie zu Jan Massys noch nicht aufgenommen werden.

Mit Gutachten vom Mai 2003 bestätigt Leontine Buijnsters-Smets das Gemälde als eigenhändige Arbeit von Massys und nimmt es in das Werkverzeichnis auf.