Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Kunsthandel Peter Mühlbauer
Schloss Schönburg | 94060 Pocking
Telefon +49 (0)8531 - 18 15 | Fax +49 (0)8531 - 133 00
petermuehlbauer@t-online.de | www.kunsthandel-muehlbauer.com

Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Barockschrank

Braunschweig, um 1730

Nussbaummaser- und Wurzelholz, Eschenholz, Elfenbein und Zinn feinst graviert und zum Teil brandschattiert. In den Türen allegorische Darstellungen von Calamitas und Victoria.

223 x 211 x 73 cm

 

 

Die wichtigsten Auftraggeber für Ebenisten im ausgehenden 17. und frühen 18. Jahrhundert waren die welfischen Häuser in Braunschweig und Hannover. Sie förderten die Kunstschreiner in erheblichem Maße, indem sie ihnen zahlreiche Aufträge zur Möblierung des ab 1665 gebauten Schlosses Herrenhausen erteilten. Nach der Berufung des Kurfürsten Georg Ludwig auf den englischen Thron wurde Braunschweig Hauptsitz der welfischen Herrscher, dies vor allem durch die Übersiedlung des Herzogs von Wolfenbüttel zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Ab 1685 wurde der Kleiderschrank in Braunschweig als Meisterstück gefordert. Ein solcher wurde auch für die Herzogin Luise Christine geliefert und ist heute Bestand des Kestner-Museums in Hannover. Die prachtvolle Ausführung solcher Prunkmöbel, die qualitativ hochwertigen Furnier- und Elfenbeineinlagen und die eigenständige, klassische Formgebung mit dem eleganten Kranz machen diese als museale Möbel zu bezeichnenden und von den Vorstellungen des Hofes geprägten Schränke zu perfekten Beispielen des nordwestdeutschen Hochbarocks.

Vgl. Literatur:
H. Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels – Spätbarock und Rokoko, München 1970; II. (Abb. 98 und 99, verschiedene Schränke und Entwurfszeichnungen).

 

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Barockschrank

Barockschrank

Braunschweig, um 1730

Nussbaummaser- und Wurzelholz, Eschenholz, Elfenbein und Zinn feinst graviert und zum Teil brandschattiert. In den Türen allegorische Darstellungen von Calamitas und Victoria.

223 x 211 x 73 cm

 

 

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Die wichtigsten Auftraggeber für Ebenisten im ausgehenden 17. und frühen 18. Jahrhundert waren die welfischen Häuser in Braunschweig und Hannover. Sie förderten die Kunstschreiner in erheblichem Maße, indem sie ihnen zahlreiche Aufträge zur Möblierung des ab 1665 gebauten Schlosses Herrenhausen erteilten. Nach der Berufung des Kurfürsten Georg Ludwig auf den englischen Thron wurde Braunschweig Hauptsitz der welfischen Herrscher, dies vor allem durch die Übersiedlung des Herzogs von Wolfenbüttel zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Ab 1685 wurde der Kleiderschrank in Braunschweig als Meisterstück gefordert. Ein solcher wurde auch für die Herzogin Luise Christine geliefert und ist heute Bestand des Kestner-Museums in Hannover. Die prachtvolle Ausführung solcher Prunkmöbel, die qualitativ hochwertigen Furnier- und Elfenbeineinlagen und die eigenständige, klassische Formgebung mit dem eleganten Kranz machen diese als museale Möbel zu bezeichnenden und von den Vorstellungen des Hofes geprägten Schränke zu perfekten Beispielen des nordwestdeutschen Hochbarocks.

Vgl. Literatur:
H. Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels – Spätbarock und Rokoko, München 1970; II. (Abb. 98 und 99, verschiedene Schränke und Entwurfszeichnungen).