Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Kunsthandel Peter Mühlbauer
Schloss Schönburg | 94060 Pocking
Telefon +49 (0)8531 - 18 15 | Fax +49 (0)8531 - 133 00
petermuehlbauer@t-online.de | www.kunsthandel-muehlbauer.com

Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Barock-Kommode aus den Münchner Hofwerkstätten

dem Hofkistler und Zierratenschnitzer Johann Adam Schmidt zugeschr.
München, um 1740/50

82 x 130,5 x 63 cm

Fichte, Eiche und Lindenholz geschnitzt, alte (restaurierte) Weiß-Gold-Fassung, Tegernseer Marmorplatte

Diese reich mit vergoldeten Flachschnitzereien verzierte Münchner Kommode zeigt in exemplarischer Weise die eigenständige Hofkunst in Bayern unter dem Kurfürsten Max Emanuel und dessen Nachfolger Carl Albrecht, entstanden unter dem Eindruck der Stiche von François de Cuvilliés (1695 – 1768), einem der führenden Interpreten des deutschen Rokoko-Stils.

Nach seinen Vorlagen und Zeichnungen erlebte die bayerische Metropole einen künstlerischen Höhepunkt, dessen Erzeugnisse durch eine neu gestaltete Formgebung und Dekoration den Pariser Werken in nichts nachstanden.

Die Kommode steht im Kontrast zum zeitgenössischen französischen Stil, der dort, wo deutsche Handwerker geschnitztes und gestaltetes Holz verwendeten, vergoldete Bronzebeschläge angebracht hätte. Die Verbindung der weißlackierten, glatten Oberflächen mit den vergoldeten, durchbrochenen Elementen spiegelt wahrscheinlich das Interieur wider, für das die Kommode ursprünglich geschaffen wurde.

In den Kurfürstenzimmern der Münchner Residenz steht eine in Formgebung und Dekor sehr ähnliche Kommode, deren Ausführung Johann Adam Schmidt zugeschrieben wird.

 

Vgl. Literatur:

  • Kreisel / Himmelheber, Die Kunst des deutschen Möbels,
    Bd. II., Abb. 442. ff
  • B. Langer, Die Möbel der Schlösser Nymphenburg und Schleißheim,
    Abb. 48/51

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Barock-Kommode aus den Münchner Hofwerkstätten

Barock-Kommode aus den Münchner Hofwerkstätten

dem Hofkistler und Zierratenschnitzer Johann Adam Schmidt zugeschr.
München, um 1740/50

82 x 130,5 x 63 cm

Fichte, Eiche und Lindenholz geschnitzt, alte (restaurierte) Weiß-Gold-Fassung, Tegernseer Marmorplatte

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Diese reich mit vergoldeten Flachschnitzereien verzierte Münchner Kommode zeigt in exemplarischer Weise die eigenständige Hofkunst in Bayern unter dem Kurfürsten Max Emanuel und dessen Nachfolger Carl Albrecht, entstanden unter dem Eindruck der Stiche von François de Cuvilliés (1695 – 1768), einem der führenden Interpreten des deutschen Rokoko-Stils.

Nach seinen Vorlagen und Zeichnungen erlebte die bayerische Metropole einen künstlerischen Höhepunkt, dessen Erzeugnisse durch eine neu gestaltete Formgebung und Dekoration den Pariser Werken in nichts nachstanden.

Die Kommode steht im Kontrast zum zeitgenössischen französischen Stil, der dort, wo deutsche Handwerker geschnitztes und gestaltetes Holz verwendeten, vergoldete Bronzebeschläge angebracht hätte. Die Verbindung der weißlackierten, glatten Oberflächen mit den vergoldeten, durchbrochenen Elementen spiegelt wahrscheinlich das Interieur wider, für das die Kommode ursprünglich geschaffen wurde.

In den Kurfürstenzimmern der Münchner Residenz steht eine in Formgebung und Dekor sehr ähnliche Kommode, deren Ausführung Johann Adam Schmidt zugeschrieben wird.

 

Vgl. Literatur:

  • Kreisel / Himmelheber, Die Kunst des deutschen Möbels,
    Bd. II., Abb. 442. ff
  • B. Langer, Die Möbel der Schlösser Nymphenburg und Schleißheim,
    Abb. 48/51