Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Kunsthandel Peter Mühlbauer
Schloss Schönburg | 94060 Pocking
Telefon +49 (0)8531 - 18 15 | Fax +49 (0)8531 - 133 00
petermuehlbauer@t-online.de | www.kunsthandel-muehlbauer.com

Möbel·Europäisches Kunsthandwerk·Gemälde

Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“

gest. Pierre Bara (Maître 1758)  

Originalvergoldung und originale Tapisseriebezüge des 18. Jh. aus der Manufaktur Aubusson mit Darstellungen der La Fontaine’schen Fabeln nach Jean-Baptiste Oudry.

100 x 69 x 58 cm

Vgl. Literatur:
B.G. Pallot, L’art du siège au XVIIIeme siècle, S. 263 mit einem ähnlichen Fauteuil „à la reine”, gest. „P. Bara” , ebenfalls mit Aubusson Tapisserie    

Anmerkung:
Seit den 1720/40er Jahren entstanden in den bedeutendsten französischen Manufakturen – dem Atelier des Gobelins, der Manufaktur d’Aubusson und derjenigen von Beauvais – qualitativ hochwertige Tapisseriebezüge für Sitzmöbel, welche in puncto Fantasie und Ingeniosität den Wandbehängen um nichts nachstanden, sondern zusammen mit diesen einem „Gesamtkonzept” untergeordnet waren. Mit der bildlichen Übernahme von La Fontaine-Fabeln (P. de la Fontaine 1611-1695) gelang den – in erbitterter Konkurrenz arbeitenden – oben erwähnten Manufakturen ein kommerzieller Großerfolg, entsprachen die Motive mit den stark ironisierenden und zugleich gesellschaftskritischen Fabeln der komplexen Sozietät des französischen 18. Jh.

In diesen Fabeln, in Anlehnung und Weiterentwicklung der moralischen und gesellschaftskritischen Fabeln der griechischen Antike, wurden menschliche Eigenschaften, sozialer Status und vor allem auch das Leben am Hof durch eine personifizierte Tierwelt oder durch „allusions“ und „sous-entendu moqueurs” in Versform dargelegt. Zugleich entwickelte sich die die literarische Form der Fabel von der „didaktischen Schrift” zur angesehenen und sehr beliebten Kunstform. Der große Erfolg dieser Fabeln – belegt durch mehrfache Auflagen im frühen 18. Jh. – wird evident auch mit der Übernahme solcher Motive durch das Kunsthandwerk, für welche die hier angebotenen Fauteuils ein perfektes Zeugnis ablegen.

Kunsthandel Peter Mühlbauer
Schloss Schönburg | 94060 Pocking
Telefon +49 (0)8531 - 18 15 | Fax +49 (0)8531 - 133 00
petermuehlbauer@t-online.de | www.kunsthandel-muehlbauer.com

Abbildung vergroessern
Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“

Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“ Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“ Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“ Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“ Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“ Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“

Satz von sechs Louis XV.-Fauteuils „à la reine“

gest. Pierre Bara (Maître 1758)  

Originalvergoldung und originale Tapisseriebezüge des 18. Jh. aus der Manufaktur Aubusson mit Darstellungen der La Fontaine’schen Fabeln nach Jean-Baptiste Oudry.

100 x 69 x 58 cm

Abbildung vergrößern!
Objekt drucken!

Vgl. Literatur:
B.G. Pallot, L’art du siège au XVIIIeme siècle, S. 263 mit einem ähnlichen Fauteuil „à la reine”, gest. „P. Bara” , ebenfalls mit Aubusson Tapisserie    

Anmerkung:
Seit den 1720/40er Jahren entstanden in den bedeutendsten französischen Manufakturen – dem Atelier des Gobelins, der Manufaktur d’Aubusson und derjenigen von Beauvais – qualitativ hochwertige Tapisseriebezüge für Sitzmöbel, welche in puncto Fantasie und Ingeniosität den Wandbehängen um nichts nachstanden, sondern zusammen mit diesen einem „Gesamtkonzept” untergeordnet waren. Mit der bildlichen Übernahme von La Fontaine-Fabeln (P. de la Fontaine 1611-1695) gelang den – in erbitterter Konkurrenz arbeitenden – oben erwähnten Manufakturen ein kommerzieller Großerfolg, entsprachen die Motive mit den stark ironisierenden und zugleich gesellschaftskritischen Fabeln der komplexen Sozietät des französischen 18. Jh.

In diesen Fabeln, in Anlehnung und Weiterentwicklung der moralischen und gesellschaftskritischen Fabeln der griechischen Antike, wurden menschliche Eigenschaften, sozialer Status und vor allem auch das Leben am Hof durch eine personifizierte Tierwelt oder durch „allusions“ und „sous-entendu moqueurs” in Versform dargelegt. Zugleich entwickelte sich die die literarische Form der Fabel von der „didaktischen Schrift” zur angesehenen und sehr beliebten Kunstform. Der große Erfolg dieser Fabeln – belegt durch mehrfache Auflagen im frühen 18. Jh. – wird evident auch mit der Übernahme solcher Motive durch das Kunsthandwerk, für welche die hier angebotenen Fauteuils ein perfektes Zeugnis ablegen.